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Drähte zum Selbstwickeln. Das sind die gängigsten Sorten.

Was für Drähte zum Selbstwickeln gibt es?

Wenn du die Verdampferköpfe für deine E-Zigarette selbst wickeln möchtest, kommst du um das Thema Draht kaum herum. Schließlich ist der Draht, aus dem du deinen Coil baust, maßgeblich dafür verantwortlich, wie sich dein Dampferlebnis gestaltet. Wie du vielleicht schon weißt, kannst du bei deinem geregelten Akkuträger zwei verschiedene Dampf-Modi einstellen, den Leistungsmodus (variablen Watt-Modus, auch VW genannt) und den Temperatur-Modus (TCR). Für die kommen jeweils nur bestimmte Drähte infrage. Einen kleinen Überblick über die verschiedenen Selbstwickler-Drähte und ihre Eigenschaften, Unterschiede und Einsatzmöglichkeiten zu bekommen, ist somit recht nützlich. Das haben wir uns auch gedacht und die Wickeldrähte deshalb hier für dich genauer unter die Lupe genommen.

Welches Material eignet sich zum Selbstwickeln?

Damit ein Material geeignet ist, ein Wickeldraht zu werden, muss es verschiedene Eigenschaften mitbringen. Dazu zählen z. B. eine gute Wärmeleitfähigkeit, ein hoher Schmelzpunkt und eine stabile chemische Beständigkeit. Außerdem sollten die Rohstoffe, aus denen der Draht hergestellt wird, nicht allzu selten und wertvoll sein, sonst wird das Selbstwickeln zur kostspieligen Angelegenheit – und das will ja niemand.
Verschiedene Metalle kommen somit in die engere Auswahl. Insgesamt haben sich bis heute 5 Metalllegierungen bei den Selbstwicklern durchgesetzt: Kanthal, NiChrom, Nickel, Titan und Edelstahl. Von diesen ist Edelstahl-Draht der einzige, der sowohl für das temperaturgeregelte Dampfen als auch im Leistungs-Modus eingesetzt werden kann.

Welche Rolle spielt die Drahtstärke?

Die Dicke, also der Durchmesser oder auch die Stärke deines Drahts, entscheidet nicht nur darüber, wie komfortabel er sich wickeln lässt, sie bestimmt auch Widerstand und Verdampfungsfläche und somit die Dampfleistung des Coils. Hier gelten folgende Faustregeln:

  • Je dicker dein Draht ist, desto größer ist seine Oberfläche und damit auch die Menge an Liquid, die er auf einmal verdampfen kann
  • Je dicker dein Draht ist, desto geringer ist sein Widerstand in Ohm (Ω)
  • Je geringer der Widerstand deines Drahts ist, desto mehr Windungen muss dein Coil haben, um den gewünschten Widerstand zu erhalten.
  • Je mehr Windungen dein Coil haben muss, desto mehr Draht benötigst du für die Wicklung

Dickere Drähte produzieren zwar mehr Dampf, erfordern aber auch mehr Leistung, um auf Touren zu kommen.

Die beliebtesten Drahtstärken beim Selbstwickeln liegen zwischen 32 und 22. Die Maßeinheit, in der Drahtstärken angegeben werden, nennt sich American Wire Gauge, kurz AWG, Gauge oder GA. Hier gilt: Je höher der AWG-Wert, desto geringer ist der Durchmesser. Damit du jetzt nicht mit einem großen Fragezeichen überm Kopf dastehst, haben wir dir die gängigsten Stärken für Selbstwickler-Drähte in mm umgerechnet. Dadurch bekommst du eine genauere Vorstellung:

Tabelle: 

AWG

Durchmesser in mm

22

0,65

24

0,50

26

0,40

28

0,32

30

0,25

32

0,20

 

Welche Drahtsorten werden für das Dampfen im VW-Modus verwendet?

Als 2013 die ersten Akkuträger mit variablem Wattmodus (VW) auf den Markt kamen, waren sie eine echte Innovation. Gab es zuvor nur den variablen Volt-Modus (VV), der es den Dampfern immerhin gestattete, die Ausgangsspannung zu regulieren, konnte von nun an dafür gesorgt werden, dass der Mod den Verdampferkopf mit konstanter Leistung befeuerte, die selbst eingestellt werden konnte. Heute gehört der VW-Modus zur Standardausstattung geregelter Akkuträger. Kanthal- und Nickel-Chrom-Drähte eignen sich gut für das Dampfen im Leistungs-Modus und werden hier am häufigsten eingesetzt.

Kanthal-Draht

Kanthal-Draht ist bei Selbstwickler sehr beliebt, da er sich gut verarbeiten lässt und daher auch für Wickel-Anfänger geeignet ist. Der Begriff „Kanthal“ bezeichnet eigentlich eine Handelsmarke für Produkte und Dienstleistungen zum Thema industrielle Heiztechnik und Widerstandsmaterialien. Aus diesem Hause stammt auch der bei Selbstwicklern beliebte Kanthal-Draht, der aus einer Chrom-Aluminium-Eisen-Legierung besteht. Die Zusätze A, A1 und D bezeichnen die unterschiedlichen Mischungsverhältnisse der Materialien. Diese bestimmen die maximale Arbeitstemperatur, die der Draht bei kontinuierlicher Belastung haben darf. Für die Heizspule im Coil wird vor allem Kanthal D eingesetzt, der bei Dauerbelastung immerhin 1300 °C aushält. Kanthal D hat einen vergleichsweise hohen Widerstand, ist dafür aber in mehreren verschiedenen Stärken erhältlich.

NiChrom-Draht

Der NiChrom-Draht ist der Dampfer-Szene am längsten bekannt und wurde schon von den ersten Selbstwicklern genutzt. Nach wie vor ist der Nickel-Chrom Draht wegen seiner schnellen Reaktionsfähigkeit sehr beliebt. Er hat nämlich einen geringeren Widerstand als Kanthal-Draht und wird deshalb gern verwendet, um Sub-Ohm Coils oder Heizwendeln mit vielen Wicklungen zu bauen, die viel Verdampfungsfläche haben. Er lässt sich außerdem gut händeln und ist sehr formstabil. Beim Vorglühen ist allerdings etwas Vorsicht geboten: NiChrom hat einen sehr viel niedrigeren Schmelzpunkt als Kanthal-Draht und kann deshalb bei zu starkem Befeuern im trockenen Zustand Feuer fangen. Dampfer, die empfindlich auf Nickel reagieren, sollten besser ganz auf NiChrom-Draht verzichten.

Welche Drahtsorten sind für das temperaturgeregelte Dampfen geeignet?

Seit 2015 können Dampfer nicht nur bestimmen, welche Spannung oder Leistung der Mod abgeben soll, sondern sogar die gewünschte Temperatur einstellen. Noch mehr Möglichkeiten als, den persönlichen Sweet-Spot zu finden. Da Verdampfer heute noch nicht über ein Thermometer verfügen, mit dem der Akkuträger die Temperatur des Coils messen könnte, muss diese über einen Umweg berechnet werden. Heutige Mods berechnen die Temperatur über den sogenannten Temperaturkoeffizienten, also die Stärke, mit der sich der Widerstand des Drahts beim Erhitzen verändert. Aus diesem Grund sind nicht alle Drähte für das Dampfen im Temp-Modus geeignet. Bei Kanthal- und NiChrom-Draht verändert sich der Widerstand kaum, wenn das Material heiß wird. Dadurch hat der Akkuträger nichts, was er messen kann. Nickel-, Titan- und Edelstahl-Draht lassen sich hingegen gut für das temperaturgeregelte Dampfen nutzen.

Nickel-Draht (NI200)

Nickel-Draht war der erste Wickeldraht, der für das temperaturgeregelte Dampfen eingesetzt wurde. Nickel-Drähte haben einen sehr niedrigen Widerstand und sind ziemlich dünn, weshalb sie gut für Coils mit vielen Windungen verwendet werden können. Allerdings ist der Draht auch recht weich, daher erfordert das Wickeln eine gehörige Portion Fingerspitzengefühl.
Auch hier gilt: Bei starker Nickel-Allergie lieber einen anderen Draht nehmen.

Titan

Als Alternative zu Nickel hat die Dampfer-Welt den Titan-Draht für sich entdeckt. Die Vorteile dieses Wickeldrahts: Er ist völlig geschmacksneutral, verfälscht also den Geschmack des Liquids nicht, und er ist biokompatibel. Der menschliche Körper ist also in der Lage, Titanpartikel vollständig abzubauen.
Titan hat einen sehr viel höheren Widerstand als Nickel, daher können aus Titan-Draht sehr gut höherohmige Verdampferköpfe hergestellt werden. Zudem ist Titan stabiler und lässt sich deshalb besser händeln.

Edelstahl

Als Material für Wickeldrähte hielt zuletzt der Edelstahl Einzug in die Dampfer-Szene. Gemeint sind hier vor allem V2A und V4A. Edelstahl-Draht ist formstabil, lässt sich gut verarbeiten und ist vergleichsweise kostengünstig. Durch seinen geringen Widerstand ist er gut für Subohm-Coils geeignet.

Nur ein Draht für Watt- und Temp-Modus

Nickel- und Titan-Draht lassen sich zwar ideal im Temp-Modus einsetzen, für Watt- und Volt-Modus sind die Materialien aber ungeeignet. Werden zu hohe Temperatur erreicht, beginnt Titan zu zerfallen und Nickel kann verdampfen und das geht zulasten der Gesundheit. In ungeregelten Akkuträgern haben Nickel und Titan erst recht nichts zu suchen. Die Subohm-Wicklungen, für die beide meistens verwendet werden, ziehen sehr hohe Ströme und das kann bei den unbeständigen Widerständen der Metalle gefährlich werden.

Edelstahl-Draht ist der einzige Draht, der sich für beide Modi eignet. Sein Temperaturkoeffizient ist niedriger als bei Nickel und Titan, reicht aber aus, um im Temp-Modus noch gemessen werden zu können, doch steigen dadurch Spannung und Leistung im Watt-Modus nicht zu stark an. Durch seinen hohen Schmelzpunkt hält er außerdem auch höhere Temperaturen aus.

Da du nun über die beiden Dampfmodi und die geeigneten Drähte etwas besser Bescheid weißt, kannst du in Ruhe herausfinden, welcher Draht in welchem Modus dir am meisten zusagt. Schließlich wäre die Auswahl nicht so groß, wenn die Geschmäcker nicht verschieden wären. In unserem Shop findest du verschiedene Wickeldrähte sowie Fertigcoils, falls dir das Wickeln zu mühsam ist.
Falls du dich für verschiedene Arten von Wicklungen interessierst und herausfinden möchtest, was es mit Twisted Coils, Clapton Coils und der berüchtigten Alien Wire auf sich hat: Das erfährst du hier.